NR Martin Landolt: Zwei Vorstösse für die Jagd

· September 25, 2014

Martin Landolt, Schweizer Politiker, NationalratSchweizweite Anerkennung der verschiedenen Jagdprüfungen: Das fordert BDP-Nationalrat und Glarner Jäger Martin Landolt in einem Postulat. Der Bund ist beauftragt, eine Revision der eidgenössischen Jagdgesetzgebung zu prüfen. Das Ziel: Die kantonal abgelegte Jagdfähigkeitsprüfung soll künftig zu einer eidgenössischen Jagdberechtigung führen, die in allen Kantonen anerkannt wird.

Es sei einerseits erfreulich, dass im Bereich der Ausbildung, zum Beispiel bei den Lehrmitteln, eine gewisse Harmonisierung stattfindet, andererseits aber auch richtig, dass die Kantone weiterhin ihre Zuständigkeit behalten und so auch spezifische und individuelle Punkte in die Ausbildung einbringen können, so Landolt. Grundsätzlich seien die Unterschiede innerhalb der Kantone aber nicht grösser als beispielsweise bei der Fischerei oder auch bei der Erlangung eines Führerausweises. Es sei deshalb angebracht und würde insbesondere auch der heutigen mobilen Gesellschaft besser Rechnung tragen, wenn die im Kanton abgelegte Jagdfähigkeitsprüfung zu einer eidgenössischen Anerkennung führt, begründet Landolt seinen Vorstoss.

Mit einer Motion fordert Landolt zudem, dass der Begriff „eidgenössisches Jagdbanngebiet“ durch „eidgenössisches Wildtierschutzgebiet“ ersetzt wird. Zwar soll es sich dabei auch in Zukunft weiterhin um jagdfreie Gebiete handeln, aber es gehe zweifellos nicht mehr ausschliesslich darum, die Tiere vor jagdlichen Eingriffen zu schützen. Heute müssten jagdbare und geschützte Wildtierarten gleichermassen vor unterschiedlichsten Störungen und Eingriffen geschützt werden, sagt Landolt.

Foto: Martin Landolt, seit 2009 im Nationalrat

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