Zürcher Kantonsrat erlaubt Nachtzielgeräte auf der Sauenjagd

· März 24, 2013

Diskutiert wurde ja schon lange darüber – in Politiker-, Landwirtschafts- und Jägerkreisen. Am Montag, 25. März 2013, hat der Zürcher Kantonsrat ein gemeinsames Postulat von EDU und FDP überwiesen, wonach, wegen der grossen Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen, künftig Nachtzielgeräte auf der Sauenjagd zulässig sein sollen.

Zürcher Kantonsrat erlaubt Nachtzielgeräte auf der SauenjagdDie Entscheidung ist dem Zürcher Kantonsrat – so zeigt es das Abstimmungsresultat von 84 zu 71 Stimmen, bei 14 Enthaltungen – nicht leicht gefallen. Die Befürworter führten ins Feld, dass Nachtzielgeräte «tierschutzgerechte» Hilfsmittel seien und die hochmodernen Geräte zu einer «stressfreieren» Jagd für Jäger und Sau führen würden. Regierungsrat Markus Kägi, selbst ein erfahrener Schwarzwildjäger, wehrte sich mit deutlichen Worten gegen den Vorstoss. Nachtzielgeräte seien ursprünglich für die Kriegsführung und Verteidigung entwickelt worden. Nach Kriegsmaterialgesetzt seien diese Gerätschaften grundsätzlich verboten und nur mit Ausnahmebewilligung einsetzbar. Die Zürcher Jäger hätten in den vergangenen Jahren ihren Auftrag sehr gut erfüllt. Dies zeige allein schon die rekordhohe Abschusszahl im zu Ende gehenden Jagdjahr von 1468 Tieren. Gegen den Einsatz von Nachzielgeräten haben sich auch Vertreter aus den Reihen von SP, BDP, GLP und EVP ausgesprochen.

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