Zürich: 84 Prozent sagen Ja zur Milizjagd

· September 24, 2018

Die Zürcher Jägerinnen und Jäger können aufatmen: Die Bevölkerung stellt sich klar hinter die Revierjagd. Das Resultat hat Signalwirkung für die gesamte Schweiz.

Alle 180 Gemeinden des Kantons Zürich haben der Jagdabschaffungs-Initiative eine deutliche Abfuhr erteilt. Selbst im urbanen Raum hat das heutige Jagdsystem klaren Zuspruch erhalten. So zum Beispiel in der Stadt Zürich: Hier haben sich 80 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger hinter die Jägerschaft gestellt. Dies deckt sich mit den positiven Antworten aus den regelmässigen Umfragen von Jagd Schweiz: Die Jagd geniesst im ganzen Land grosse Zustimmung.

Trotzdem übertrifft das Resultat die Wunschvorstellungen bei weitem. «Ich habe in der gesamten Zeit nie daran gezweifelt, dass wir das Stimmvolk überzeugen werden – wir wären aber schon mit zwei Drittel Zuspruch zufrieden gewesen», sagt Samuel Ramseyer, Kampagnenverantwortlicher von «Jagd schützt – Jagd nützt». Dank dem deutlichen Ergebnis werde die Abschaffung der Jagd in den nächsten Jahren wohl kaum mehr politisches Thema sein.

Dialog aufrecht erhalten

Für Samuel Ramseyer ist jedoch klar, dass die Zürcher Jägerinnen und Jäger weiterhin am Ball bleiben müssen: «Wir konnten überzeugen, weil wir uns nicht versteckt haben, stets einen sachlichen Dialog führten und alle Jagdgesellschaften einen intensiven Kontakt zur Bevölkerung pflegten.» Diese Art der Öffentlichkeitsarbeit solle weitergeführt werden. «Die Stimmbevölkerung hat zum geltenden Jagdsystem ‚Ja‘ gesagt. Wir müssen auch künftig zeigen, dass wir dieses Vertrauen verdienen.»

Die Abstimmung «Wildhüter statt Jäger» hat daher durchaus auch ihre positive Seite: Dank der hervorragenden Kampagnenleitung und den allen Jagdgesellschaften zur Verfügung gestellten Kommunikations-Werkzeugen konnte die Zürcher Jägerschaft viel dazulernen. Dadurch ist die Basis geschaffen, um weiterhin überzeugend für die Anliegen der Jagd einzustehen und sie auf transparente Weise der Bevölkerung näher zu bringen.

Text: Raphael Hegglin

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