Wie Wildtiere in der Sommerhitze „cool“ bleiben

· August 6, 2013

Rotwild Hirsch im WasserWer Fell und Federn hat, kann nicht richtig schwitzen. „Viele Tiere haben keine oder nur sehr wenige Schweissdrüsen“, sagt die Presse-sprecherin. Das ist bei Hitze durchaus von Nachteil, denn Schweiss sorgt für Kühlung. Aus diesem Grund haben Wildtiere andere Tricks, um „cool“ zu bleiben. Der Fuchs macht es wie der Haushund: er hechelt. Dabei ver-dampft Speichel über die Zunge, und die verdunstende Feuchtigkeit kühlt den Körper ab. Auch Vögel hecheln, wenn ihnen zu heiss wird. Ausserdem suchen sie Wasserstellen auf. Vogelfreunde stellen deshalb jetzt im Garten und auf dem Balkon Vogeltränken als Bade- und Trinkgelegenheit auf. Der Storch hat einen „anrüchigen“ Klima-Trick: Er bekotet seine Beine. Die Verdunstung der Ausscheidung bewirkt den Kühleffekt.

Ansonsten verhalten sich Wildtiere bei hohen Temperaturen wie der Mensch: Sie meiden die pralle Sonne und gehen baden. Bei Rothirschen und Wildschweinen spricht man vom Suhlen, wenn sie sich im Schlamm wälzen. Die Schlammpackung wehrt obendrein lästige Parasiten wie Mücken, Bremsen und Zecken ab. Rotwild nimmt an heissen Tagen auch gern ein Vollbad. Rehe hingegen meiden selbst bei allergrösster Hitze das Wasser. Dafür halten sie ausgiebig Siesta und werden erst gegen Abend wieder aktiv.

Text und Bilder: Deutsche Wildtier Stiftung

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