St. Gallen: so viele Rothirsche erlegt wie nie zuvor

· März 26, 2013

Noch nie wurden so viele Rothirsche erlegt wie im vergangenen Jahr. Auch beim Reh wurden die Abschussvorgaben sehr gut erfüllt. Das insgesamt positive Bild der St. Galler Jagdstatistik wird jedoch getrübt durch den Rückgang bei den Gämsbeständen.

Die Entwicklung der Gämsbestände wirft Fragen auf. Im ganzen Alpenbogen werden Bestandesrückgänge beobachtet. Als Gründe werden eine Vielzahl von negativen Einflüssen wie strenge Winter, Krankheiten und Störungen durch Freizeitaktivitäten vermutet. Letztes Jahr fiel im Kanton St. Gallen die Jagdstrecke tiefer aus als erwartet, und es wurden mehr verendete Tiere gefunden.

Weitere Reduktion des Rotwildbestandes

Die Abschussvorgaben beim Rotwild wurden sehr gut eingehalten. Mit fast 700 im Kanton erlegten Tieren war die Rothirschjagd so erfolgreich wie noch nie. Die hohe Abschussvorgabe von 400 Stück Rotwild in den Regionen Werdenberg- Toggenburg-See und Gaster-Seeztal-Nord hatte zum Ziel, den Bestand zu reduzieren. Die Vorgabe wurde übertroffen. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Lösung der Wald-Wild-Probleme im Werdenberg. Der Winter forderte besonders im südlichen Kantonsteil überdurchschnittlich viele Opfer. Die Zählergebnisse der diesjährigen Nachttaxationen werden zeigen, ob der erhöhte Abschuss den Rothirschbestand bereits beeinflussen konnte.

Raubwild erholt sich langsam

Die Auswirkungen der Staupe auf Fuchs, Dachs und Marder scheinen ausgestanden zu sein. Darauf deuten sowohl die vermehrten Abschüsse als auch das häufiger aufgefundene Fallwild hin. Die Folgen der Räude, die derzeit im Rheintal und St. Galler Oberland vereinzelt auftritt, bleiben abzuwarten.

Detailinfos unter: www.anjf.sg.ch

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