Solothurn erhält ein neues Jagdgesetz

· August 24, 2016

solothurner-jagdDie kantonsrätliche Umwelt-, Bau- und Wirtschaftskommission (UMBAWIKO) hat dem totalrevidierten Jagdgesetz des Kantons Solothurn mit grossem Mehr zugestimmt. Das neue Gesetz trägt den veränderten rechtlichen, jagdlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung.

Das bisherige Jagdgesetz ist mittlerweile seit 28 Jahren in Kraft. Das Gesetz wurde über die Jahre zwar vereinzelt angepasst, aufgrund von veränderten rechtlichen, jagdlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen drängte sich ein neues Gesetz jedoch auf. Gleichzeitig müssen die neuen Vorgaben des Bundes in den Bereichen Jagd, Tierschutz und Waffenrecht ins neue kantonale Jagdgesetz übernommen werden. Unbestritten und daher beibehalten werden soll die Revierjagd als Jagdsystem des Kantons Solothurn.

Ein wichtiger Punkt der Totalrevision des Jagdgesetzes ist die neue Regelung bezüglich Wildschäden und der Frage wie viel die Jagdvereine an diese Schäden bezahlen müssen. In Zukunft sollen der Beitrag von Jägerinnen und Jäger an Wildschäden von bisher 50% auf 35% reduziert werden. Die Höhe dieser Zahlungen soll zudem auf den jährlichen Mindestpachtzins ihres Jagdreviers begrenzt werden. Im Gegenzug erhält derKanton griffige Instrumente, um bei untragbaren Wildschäden eine effiziente Bejagung der Wildtiere, die Schäden verursachen, zu fördern. Weitere Ziele des neuen Jagdgesetzes sind zudem die Erhaltung der Artenvielfalt und die Vernetzung der Lebensräume der Wildtiere durch intakte Wildtierkorridore.

Foto: zVg

Filed under: News

-->