Schloss Landshut: Anlässe am 13. September

· September 3, 2015

Bild_Uschka Gehorsamsprüfung Juni 2015_Y_JaussiIm Wasserschloss Landshut erzählen einzigartige Ausstellungen von Jagdgeräten, -waffen und -instrumenten vom Kulturgut „Jagen“, von spannendem Austausch und Einflüssen aus anderen Kulturkreisen im Laufe der Jahrhunderte.

Im Rahmen der diesjährigen Europäischen Tage des Denkmals richtet sich am 13. September unser Blick darauf, wie der Austausch von Gütern, Personen und Ideen die Zucht und Ausbildung von Jagdhunden sowie die Entwicklung der Jagdmusik bereicherte und beeinflusste. Wie prägten Entwicklungen in Zucht und Einsatz von Erdhunden wie Dackeln oder Terriern im Ausland die Art, wie in der Schweiz mit solchen Hunden gejagt wurde? Durch welche fremdländischen Einflüsse liess sich die hiesige Jagdmusik inspirieren?

Jagdhunde – eine Liebe über Grenzen hinweg

Die aktuelle Sonderausstellung des Schweizer Museums für Wild und Jagd im Schloss Landshut erzählt von einem der treusten Begleiter des Menschen, dem Hund. Seit Jahrtausenden setzen Menschen ihre Hunde auf der Jagd gezielt ein. Terriers und Dackel sind heute Hunde mit Jööh-Effekt. Doch unterschätzen darf man diese kleinen Gesellen keineswegs, sie haben nämlich durchaus eine draufgängerische und ausgeprägt eigenwillige Seite; sie sind nämlich ausgewachsene Jagdhunde!

Schon im 3. Jahrhundert werden in englischen Schriften kleine Hunde, ‚Terouers‘, also Terrier, erwähnt. Im Mittelalter hatten diese Hunde, die Aufgabe, Füchse und Dachse in der Erde aufzuspüren und aus ihren Bauen zu „sprengen“. Der Dackel stammt ursprünglich aus Deutschland. Dort war der ‚Teckel‘ der Jagdhund par excellence der Förster und Wildhüter.

  • In einem spannenden Vortrag und einer faszinierenden Vorführung mit Erdhunden verschiedener Rassen gehen wir den Spuren dieser Hunde – den Einflüssen und dem Austausch – nach. Wir erleben Dackel und Terriers verschiedener Varietäten im jagdlichen Einsatz auf und unter der Erde, und gar im Wasser!
  • Mit Referat und Kommentar von Erdhunde-Spezialist und Buchautor Robert Osterwalder, langjähriger Präsident des Schweizerischen Dachshundeclubs SDC und der internationalen Erdhundekommission der FCI.
  • Erdhundevorführung durch Yvonne Jaussi, Tierärztin und Mitglied Vorstand der Schweiz Kynologischen Gesellschaft SKG und Heidi Sutter, Vorstand Schweiz Dachshundeclub SDC, Sektion jagdlich geführte Dackel.

Das Jagdhorn – vom Kommunikations- zum Konzertinstrument

Als leidenschaftlicher Jäger, Waldhornist und musikalischer Leiter der Jagdhornbläser Diana Burgdorf freue ich mich sehr, anlässlich der Europäischen Tage des Denkmals mit Wort, Bild und vielen Jagdhorn-Klängen die Geschichte und den Werdegang des heutigen Jagdhorns in einem Kurzvortrag zu präsentieren. In Verbindung mit der einmaligen Kulisse von Schloss Landshut und der im Schloss gezeigten, einzigartigen Jagdhornsammlung von Werner K. Flachs soll dieser Nachmittag zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Rolf Krähenbühl


Europäische Tage des Denkmals. Kulturgut Jagen – Austausch und Einfluss
13. September – 10 bis 17 Uhr
11 Uhr Demonstration Jagdhunde
13 Uhr Darbietung Jagdmusik
Individuelle Besichtigung der permanenten Ausstellungen mit Bezug auf Thema Austausch – Einfluss.

Schloss Landshut – Schweizer Museum für Wild und Jagd
Schlossstrasse 17, 3427 Utzenstorf
032 665 40 27 – info@schlosslandshut.ch – www.schlosslandshut.ch

Aktuelle Sonderausstellung „Der Jagdhund – Helfer und Freund“

Öffnungszeiten Schloss und Museum
Dienstag bis Samstag 14 – 17 Uhr, Sonntag 10 – 17 Uhr
Geschlossen Montag sowie Bettag 20. September

Die diesjährige Saison dauert bis 18. Oktober 2015


Bild: Die junge Dackelhündin Uschka an der Gehorsamsprüfung
Bildquelle: Yvonne Jaussi

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