Perfider Angriff auf Markus Kägi

· August 25, 2012

Immer, wenn die Aktualität in den Tiefen des Sommerlochs versinkt, meldet sich der «Verein Töss-Auen», und dies in unverändert aggressiver Tonlage. Da werden strafrechtlich erfassbare Vorwürfe wie Betrug oder Amtsmissbrauch erhoben, was dem seit Jahren bekannten Stil der hinter dieser ganzen Agitation stehenden SP-Politikern Marianne Trüb zu entsprechen scheint. Politischen Erfolg hat ihr das zwar nicht eingebracht; Frau Trüb wurde vom Volk ruhmlos aus dem kantonalen Parlament abgewählt.

Regierungsrat Markus Kägi, bekennender Jäger, wurde von einem dubiosen Verein in ehrverletzender Weise angegriffen.Die Lage um die Jagdschiessanlage Embrach ist seit Jahren unverändert. Das Bedürfnis – vor allem für die Aus- und Weiterbildung der Jäger – ist klar und unabweisbar. Wie könnte denn der Kanton den Jägern eine Schiessprüfung und regelmässige Bedingungsschiessen zudiktieren, wenn er ihnen nicht eine zumutbare Trainingsgelegenheit böte? Dass auch diese gesetzliche Pflicht im Zusammenhang mit der Jagd bis jetzt überwiegend privat finanziert und durch Fronarbeit aufrecht erhalten worden ist – in diesem Fall von den Idealisten der Jagdschützengesellschaft Zürich – muss auch wieder einmal gesagt werden. Grüne und SP-Politiker hätten, wenn es sagen wir um einen Velo- Trainingsparcours ginge, längst auf Kosten des Steuerzahlers ein kantonales Amt für Pedalbedienung mit Amtschef, Abteilungsleiter/-innen, strategischem Planungsstab und einem Kommunikationsberater aus den Reihen der SP-Fraktion auf die Welt gestellt.

Zuständig für das Geschäft Jagdschiessanlage ist die Baudirektion, die von Markus Kägi (SVP) geleitet wird, einem der wenigen bekennenden Jäger unter den Zürcher Politikern. Niemand kann Kägi und seinen Beamten vorwerfen, sie seien bis jetzt zu nachgiebig mit den Jägern gewesen. Es herrscht eher der gegenteilige Eindruck. Schon viele der bisherigen Auflagen haben die Jagdschützengesellschaft mehr als einmal an die Grenze ihrer personellen und finanziellen Leistungsfähigkeit geführt.

Jetzt, mitten im Sommerloch und kurz nach Eröffnung der Fussballsaison, fängt der anonyme Verein «Pro Töss-Auen» an, auf den Mann zu spielen. Wer hinter dem Verein steckt, ist ausser der bekannten Frau Trüb aus der Website (www.protoessauen.ch) nicht ersichtlich. Dort liest man zwar aufdringliche Spendenaufrufe, aber es wird kein verantwortlicher Vereinsvorstand genannt, und es wird keine öffentliche Rechenschaft über die Verwendung der erbettelten Gelder abgelegt.

Agitation an Ort und Stelle: Hinter dem Umweltargument verbirgt sich nachbarlicher Egoismus.In einer Pressekonferenz Ende Juli hat dieser dubiose Verein nun gefordert, das Dossier Jagdschutzanlage müsse an den neu gewählten grünen Regierungsrat Martin Graf abgegeben werden, denn Kägi sei befangen, da er selber Jäger sei und auf dieser Anlage trainiert.(Muss er ja fast, wenn er das vorgeschriebene Bedingungsschiessen absolvieren will.) Im Übrigen suchen Kägis Beamte mit grossem Einsatz entweder einen neuen Standort oder einen Weg, am eigentlich idealen alten Standort Embrach eine in jeder Beziehung moderne Jagdschiessanlage zu bauen. Das wollen die «Tössauen»-Mitglieder mit allen, auch destruktiven und ehrverletzenden Mitteln verhindern. Sie schieben den Umwelt- und Lärmschutz vor und wollen in Wirklichkeit einfach ihre verhassten schiessenden Nachbarn wegekeln, die vor ihnen da gewesen sind. (Embrach war früher übrigens auch ein Militärschiessplatz.)

Mit der gleichen Logik könnte man ja verlangen, Regierungsrat Thomas Heiniger habe in den Ausstand zu treten, wenn es um eine Strassenbauvorlage geht. (Er fährt nämlich einen Porsche.) Und wie wäre es dann beim Hundegesetz, wo doch Frau Trüb auf ihrer Website Hundespaziergänge als Erholung angibt? Am Ende würde Frau Trüb wohl am liebsten die Bewilligungspflicht für politisch korrekte regierungsrätliche Freizeitbeschäftigungen einführen, wenn sie denn wieder in den Kantonsrat gewählt würde. Aber diesen Fehler wird das Zürcher Volk hoffentlich kein zweites Mal machen.

Autor: Karl Lüönd

Filed under: Jagd & Umwelt

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