Ostschweizer Rothirschen den Puls gefühlt

· August 24, 2018

Das interkantonale Forschungsprojekt „Rothirsch in der Ostschweiz“ 2014 bis 2017 brachte wertvolle Erkenntnisse zum Verhalten der Wildtiere. Die Forschungsresultate liefern für die Kantone St.Gallen, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden zudem Grundlagen für eine wirkungsvolle Jagdplanung.

Die Rothirschjagd startet im Kanton St.Gallen am 15. August und in den Patentjagd-Kantonen Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden am 3. September. Rechtzeitig auf den Jagdbeginn hin liegt der Abschlussbericht des interkantonalen Forschungsprojektes „Rothirsch in der Ostschweiz“ vor. Einige Erkenntnisse sind bereits in die diesjährige Jagdplanung eingeflossen.

Schlussbericht liegt vor
Im Herbst 2013 lancierten die Kantone St.Gallen, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden zusammen mit dem Bundesamt für Umwelt und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) das Forschungsprojekt „Rothirsch in der Ostschweiz“ mit dem Ziel, Datengrundlagen für ein wirkungsvolles Wildtiermanagement zu schaffen. Dieses Frühjahr wurde das Projekt wie geplant abgeschlossen. Die interessanten, teils unerwarteten Resultate sind in einem reich bebilderten Schlussbericht zusammengefasst.

Breite Datengrundlage geschaffen
Bei den Untersuchungen verwendeten die Wissenschaftler, Doktoranden und Studierenden der ZHAW Wädenswil moderne Methoden wie die GPS-Telemetrie. 45 Rothirsche wurden mit Telemetrie-Halsbändern ausgestattet, weitere 24 Tiere erhielten Ohrmarken zur Kennzeichnung. Die mit Sendern versehenen Rothirsche lieferten rund 450’000 GPS-Positionen und damit wertvolle Informationen über die Nutzung ihrer Lebensräume im Jahresverlauf.

Bei der Jagd zusammenarbeiten
Aus den Forschungsresultaten ergeben sich wichtige Erkenntnisse für die Jagdplanung der drei Kantone. Die Rothirsche wandern weniger weit als ursprünglich angenommen. Die überwiegende Mehrheit bleibt ihrem Standort treu, da die Tiere vor Ort ganzjährig ideale Lebensbedingungen vorfinden. Dabei bewegen sie sich jedoch nicht ausschliesslich innerhalb der verwaltungstechnischen Grenzen. Eine Zusammenarbeit über die Kantonsgrenzen hinweg ist deshalb notwendig.

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Foto: ANJF

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