Neues Zürcher Biberkonzept

· März 26, 2013

Die Biberpopulation im Kanton Zürich ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und zählt heute rund 250 Tiere. Seine Gestaltungskraft bringt den Biber mancherorts in Konflikt mit den Menschen. Die Baudirektion hat deshalb ein kantonales Biberkonzept erarbeitet.

Biber

Das Biberkonzept soll helfen, die Interessen des Menschen an der Landnutzung mit den Lebensgewohnheiten des Bibers in Einklang zu bringen. Die steigende Populationsdichte zwingt wandernde Jungtiere auch weniger gut geeignete, stark vom Menschen geprägte und damit konfliktträchtige Gebiete zu besiedeln. Insbesondere die Land- und Forstwirtschaft sind örtlich massiv betroffen. Das Ausmass der Schäden reicht von verhältnismässig kleinen und einfach zu beseitigenden Auswirkungen bis hin zu schwierigen Situationen. So verursacht der Biber zum Beispiel Frassschäden an Kulturen und Bäumen oder Rückstau von Gewässern als Folge des Dammbaus. Es können aber auch Wege unterminiert oder Hochwasserschutzdämme gefährdet werden.

Das neu erarbeitete Konzept hat zum Ziel, eine überlebensfähige und grossräumig vernetzte Biberpopulation im Kanton Zürich zu sichern und gleichzeitig Konflikte zwischen dem Biber und menschlichen Nutzungsansprüchen auf ein tragbares Mass zu begrenzen. Die Grundlage dafür ist ein periodisches Monitoring des Biberbestandes. Im Konfliktfall gilt es, gemeinsam mit allen Beteiligten rasch umsetzbare Lösungen zu finden und die Schäden zu minimieren. Eine wichtige Rolle spielen auch präventive Massnahmen wie Gewässerrenaturierungen. Nur wenn diese Massnahmen erfolglos bleiben und die Schäden untragbar sind, dürfen Biber aus einem Gewässer entfernt werden. Da der Biber nach wie vor als eine vom Aussterben bedrohte Tierart gilt, ist dafür eine Bewilligung des Bundes nötig.

Das Biberkonzept Kanton Zürich kann unter folgendem Link eingesehen werden: www.aln.zh.ch/internet/baudirektion/ aln/de/fjv/Jagd/artenmanagement.html

Quelle: CH-WILDiNFO

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