Lokales Antibiotikum stoppt Zeckenkrankheit

· November 23, 2012

Die Lyme-Borreliose ist hierzulande die häufigste von Zecken übertragene Infektionskrankheit. Ein lokal aufgetragenes Antibiotikum könnte beim Menschen ihre Entwicklung nach einem Zeckenstich verhindern. Forscher der LMU München, des Leipziger Fraunhofer- Instituts für Zelltherapie und Immunologie (IZI) und der Zürcher Pharmafirma Ixodes testen derzeit ein Gel, das nach Zeckenbiss auf die Einstichstelle aufgetragen wird und Borrelien- Erreger abtötet. Die Borrelien sitzen noch einige Tage nach dem Stich nur in einer rund Zweifränkler-grossen Region der Haut und vermehren sich, ehe sie mit der Besiedelung des Körpers beginnen. Das drei Tage lang per Gel aufgetropfte Antibiotikum trocknet unter einem Pflaster ein, dringt in die Haut und tötet die Borrelien.

Speziell in den ersten drei Tagen nach dem Stich reicht nach der Zeckenentfernung ein lokal aufgetragenes Antibiotikum als vorbeugende Massnahme. Azithromycin bietet sich hier an.

Ein Azithromycin-Gelwurde im Tierversuch getestet, bisher erfolgreich – denn bei allen Versuchstieren verhinderte die Anwendung eine Infektion nach Stichen Borreliose-infizierter Zecken. Auch die ersten Tests an Menschen verliefen positiv und ohne Nebenwirkungen.

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