Kompaktes Leichtgewicht von Zeiss

· September 4, 2013

In der Nacht ein grosses, tagsüber ein kleines, in der Dämmerung ein mittleres? Es scheint, Ferngläser könne man nie genug haben. Die Pirsch wird mit kleineren Gläsern jedenfalls klar leichtfüssiger.

Beim Abglasen zählt jedes Quäntchen Licht. Je grösser der Objektivdurchmesser eines Fernglases, desto länger kann ein Jäger beobachten,
sehen. Doch auf einem langen Marsch wird das schnell zur grauen Theorie. Kaum einer wird sich zur Gamsjagd ein 56er-Fernglas um den Hals hängen – wobei hier stiernackige Ausnahmen die Regel bestätigen werden.

Für lange Strecken zu Fuss bieten sich leichte Pirschgläser an, die immer noch genug optische Leistung für die Jagd bieten. Das ist nicht bei allen kleinen Gläsern gegeben. Für viele Jäger stellen Ferngläser mit 30 mm bzw. 32 mm Objektivdurchmesser das jagdliche Minimum dar, bezogen auf die optische Leistungsfähigkeit. Sie sind ein annehmbarer Kompromiss zwischen möglichst wenig Gewicht und möglichst guten Dämmerungswerten.

zeisssteckerHauptsächlich für den Tag
Mit der Conquest-HD-Linie bietet Zeiss Ferngläser an, die über HD-Linsen (HD = High Definition) und Mehrschichtvergütung verfügen. Die Ferngläser erbringen eine Lichttransmission von über 90 %. Die LotuTec-Beschichtung (siehe Infokasten) sorgt zudem dafür, dass Wasser an der Linse abperlt und Schmutz leicht entfernt werden kann. Und: Trotz Preis-Leistungs-Optimierung ist das Gehäuse der Conquest-HD-Ferngläser aus widerstandsfähigem Aluminium gefertigt. Spitzenoptik zum halben Preis? Irgendwo musste Zeiss Abstriche machen. Zum einen ist die Lichttransmission einige Prozent geringer als bei den Spitzenmodellen, die mit über 95 % trumpfen. Bei einem Fernglas mit Objektivdurchmesser von 32 mm spielen diese wenigen Prozente allerdings kaum eine Rolle. Denn die Glasqualität kann noch so gut sein, der kleine Objektivdurchmesser macht es für die Dämmerung nur eingeschränkt tauglich und als Nachtglas kommt es gar nicht in Frage. Optik überzeugt. Zuerst gelangte das Glas auf einigen Wanderungen in den Bergen zum Einsatz. Die 630 Gramm machten sich auch nach stundenlangem Tragen kaum bemerkbar. Das Fernglas liegt gut in der Hand und lässt sich problemlos einhändig bedienen. Etwas gar leichtgängig war beim Testgerät das Fokussierrad. Es verstellte sich des Öfteren, wenn es mit Buschwerk, Kleidung oder Ausrüstungsgegenständen in Berührung kam. Bei der Pirsch war das weniger ein Problem, da ohnehin jedes neue Objekt fokussiert werden muss. Beim Ansitz hingegen kann es mühsam sein, wenn man auf die in etwa immer gleiche Distanz beobachten will, das Objekt aber nach fast jedem Herunternehmen des Glases erneut scharfstellen muss.

Unbestritten ist hingegen die optische Qualität: Farbwiedergabe sowie Kontrast sind sehr gut und mit 140 m Sehfeld auf 1000 m unterscheidet sich das Zeiss Conquest HD 8 x 32 kaum von seinen teureren Mitstreitern.

Immer dabei
Dank seiner kompakten Masse findet das Fernglas Platz in einer Jackentasche. Es lässt sich so unkompliziert auf den Sonntagsspaziergang oder den Familienausflug mitnehmen. Hier liegt ein weiterer Vorteil des 32er-Fernglases: Es ist immer dabei, wenn man es braucht. Das Zeiss Conquest HD 8 x 32 eignet sich auch als Zweitglas oder um interessierten Personen jederzeit die Natur näherzubringen. Die Augenmuscheln sind in vier Positionen rastbar und passen so jeder Person, ebenfalls den Brillenträgern. Zeiss bietet mittlerweile vier Conquest-HD-Modelle in den Dimensionen 8 x 32, 10 x 32, 8 x 42 und 10 x 42. In punkto Verarbeitungs- und Bildqualität kommen sie zwar nicht ganz an die Top-Modelle heran, sind jedoch voll und ganz jagdtauglich.

 

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