Keine Tuberkulose beim Wild

· Februar 4, 2015

Hirschkuh_DrueckjagdUm die Gefahr der Einschleppung der Tuberkulose in die Schweiz über Wildtiere zu verhindern, wird den Rinderbetrieben in grenznahen Regionen zu Vorarlberg mit höherer Wilddichte empfohlen, vorsorgliche Massnahmen zu treffen.

Die Rotwildpopulation in Vorarlberg ist punktuell stark Tuberkulose verseucht. Zur frühzeitigen Erkennung einer allfälligen Einschleppung der Tuberkulose in den heimischen Rotwildbestand wurde ein Früherkennungsprojekt durchgeführt. Die Ergebnisse der Stichprobenuntersuchungen beim Rotwild sind gut ausgefallen. Bei keinem der 97 Hirsche, welche im Rahmen des Stichprobenprogrammes in den Kantonen St.Gallen (38) und Graubünden (42) sowie im Fürstentum Liechtenstein (17) untersucht wurden, ist Tuberkulose festgestellt worden. Auch beim Fallwild oder beim aus gesundheitlichen Gründen erlegten Rotwild waren sämtliche Proben (4) negativ.

Dennoch ist die Gefahr der Einschleppung der Tuberkulose in die Schweiz über Wildtiere jederzeit gegeben und auch in absehbarer Zukunft noch vorhanden. Die Tuberkulose wird bei direktem Kontakt mit einem kranken Stück Rotwild auch auf Vieh übertragen, kann aber auch indirekt über Futter und Wasser, kontaminierte Lecksteine oder andere Gegenstände übertragen werden.

Es wird daher den Rinderbetrieben in grenznahen Regionen zu Vorarlberg mit höherer Wilddichte empfohlen, vorsorgliche Massnahmen zu treffen, um einen unmittelbaren direkten und auch mittelbaren Kontakt zwischen Rindern und Wildtieren zu verhindern. Gerade im Winter steht das Wild in tieferen Lagen, weshalb das fachgerechte Einzäunen von Ausläufen wichtig ist.

Zudem gilt es zu verhindern, dass Wildtiere an Siloballen, Fahrsilos und andere Futtervorräte herankommen können. Diese sind zweckmässig, das heisst durch Zäune mit drei Litzen, durch doppelte Umzäunung oder auf andere Art wirksam vor dem Zugriff von Rotwild zu schützen. Ergänzend dazu empfiehlt sich ein sorgfältiger Umgang mit Trocken- und Nassfutter sowie Futterresten, um ein Anziehen von Rotwild möglichst zu verhindern.

Die gesamte Meldung (PDF) der Veterinärämter der Kantone Graubünden, Appenzell, St.Gallen und aus dem Fürstentum Liechtenstein beinhaltet noch Beispielbilder, wie es nicht gemacht werden soll und wie es richtig gemacht wird.

Quelle: Veterinäramt SG. Foto: Markus P. Stähli

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