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Jagd & Erlebnis Archiv

April 2016: Rotwild am Grabserberg

Text und Fotos: Walter Sprecher
Die Aufnahmen sind von 17. April 2016. Das Rotwild kommt am Grabserberg seit vielen Jahren auf diese Flächen, um sich am ersten Grün zu stärken! An diesem Abend waren es 48 Stück. Das ist nicht einmal viel! Sind es doch oft über 100.
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Juni 2015: Überraschung in der Mausefalle

Text und Fotos: Leo Strauss
1Bei meinen Falkenvolieren habe ich immer eine Lebendfalle für Mäuse gestellt. Eines Tages war die ganze Falle schwarz. Beim näheren Hinsehen erkannte ich, dass die Falle von einer lebenden Zornnatter «ausgefüllt» war. Offensichtlich hatte sich zuvor eine Waldmaus darin gefangen, die Natter fand den Eingang, die Konstruktion der Falle erlaubte ein Vorwärtskommen nur in einer Richtung und so wand sich die komplette Schlange in die Falle. Die Maus wurde dabei erdrückt, der Natter war der Appetit wohl vergangen. Sie kann höchstens wenige Stunden so verharrt haben, ich habe sie sofort freigelassen – und wurde dabei noch regelrecht angesprungen von der Natter, bevor sie das Weite suchte …

Mai 2015: Der Himmel voller Milane

Text, Video und Bild: Raphael Hegglin

 

Rotmilane fühlen sich wohl im Zürcher Unterland. Die Population scheint von Jahr zu Jahr zuzunehmen: War vor 10 Jahren noch hie und da ein einzelnes Tier am Himmel zu beobachten, treten sie nun im Schwarm auf. So auch Mitte Mai im Weiler Katzenrüti. Die Milane fühlten sich vermutlich von toten Mäusen und anderen Kleintieren auf der frisch gemähten Wiese angezogen. Die Beobachter konnten bis zu 30 Rotmilane zählen, hinzu gesellten sich zwei Schwarzmilane und zwei Turmfalken.

Eine weitere Beobachtung deutet auf erhöhten Populationsdruck hin: Zunehmend gehen die Unterländer Rotmilane im Wald auf Nahrungssuche, wie Aufnahmen von einer Kirrung mitten im Wald und zahlreiche Beobachtungen belegen.

Feldhasen sind übrigens seit geraumer Zeit keine mehr zu sehen – während sie vor wenigen Jahren noch auf fast jedem sommerlichen Ansitz zu beobachten waren.

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Oktober 2014: Die etwas andere Bergjagdgeschichte

Text und Fotos: Max Pfiffner

(c) Max PfiffnerDer Wetterumsturz vom Dienstag auf den Mittwoch hatte tatsächlich Schnee gebracht, einen halben Meter bei Othmar zuhause auf 1170 Meter, jedoch sagte der Wetterbericht für die nächste Woche wieder prächtiges warmes Herbstwetter voraus.

So fuhr ich am Sonntagnachmittag erwartungsvoll wieder zu Othmar hinauf. Er unterrichtete mich, dass wir wegen des Schnees nicht mehr sehr weit in die Höhe steigen können, aber am Oberhag draussen habe er die Gämsen im unteren Bereicht der Planggen gesehen. Dort könnten wir doch etwas probieren.

So fuhren wir am Montag Morgen um acht Uhr wieder hinaus, stiegen durch feuchte Wiesen und Bruchharsch bis gegen 1500 Meter auf, und richteten uns zum Warten ein.

(c) Max Pfiffner (c) Max PfiffnerRechts oben, bereits im Nachbarrevier, verschaffte sich ein starker Bock Überblick, um in der kommenden Brunft alles unter Kontrolle zu haben.Am frühen Vormittag erschienen hoch oben nacheinander Gämsen. Geissen mit ihren Kitzen, und Jährlinge. Aber eben, sie erschienen hoch oben, und dachten nicht daran, zu uns hernieder zu steigen. Das hatten wir uns nicht so vorgestellt. Da half auch das genaue Ansprechen nicht weiter.

Aber wer weiss, vielleicht ziehen sie ja im Lauf des Tages doch noch tiefer herab. So verbrachten wir den Vormittag vorerst mit weiter Beobachten, liessen uns die Sonne auf den Pelz scheinen und den Lieben Gott einen braven Mann sein.

Bis am Mittag um ein Uhr Othmar plötzlich lispelte: „Da schau einmal…“ Behutsam drehte ich den Kopf, und was ich erblickte, verschlug mir den Atem:

Zehn zwölf Meter unter uns schnürte der Luchs vorbei, ohne uns zu bemerken. Ich hatte die Geistesgegenwart, sofort den Fotoapparat aus dem Hosensack zu grübeln und einzuschalten.

(c) Max Pfiffner(c) Max PfiffnerIch drückte ab und drückte ab, während er gemächlich weiter schnürte, verhoffte, weiter schnürte, weit hinaus Richtung vorderer Leuengang. Noch nie haben wir bisher den Luchs in freier Wildbahn gesehen, und jetzt zieht er so nahe an uns vorbei – unglaublich.

Er trägt ein Sender-Halsband, und heisst, wie mir Wildhüter Urs Büchler später berichtet, ALMA, und ist also ein Weibchen. Diese Begegnung wirkt den ganzen Nachmittag in uns nach, bis mit der untergehenden Sonne auch die Gämsen von ihrer Weide auswechseln. Da packen auch wir zusammen und machen uns auf den Heimweg.


Frühere Beiträge als PDF (in JAGD & NATUR erschienen):

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