27.07.10 | Die KIGRO Grosswangen und das Schloss Wyher Ettiswil waren Treffpunkte der Jäger und Jagdfreunde. Gleich drei Anlässe brachten die Organisatoren unter dem Präsidium von Heinz Herzog unter einen (Jäger-)Hut. Die Jagdschützen Grosswangen, die Jagdhornbläser Hinterland und Revierjagd Luzern Sektion Hinterland taten sich zusammen und schnürten ein Multipack. Und die Organisation war hervorragend, trotz miserablen Wetters zu Beginn am Samstagmorgen. Das Kompliment kommt von Beat Bridel, Obmann der Jagdgesellschaft Adligenswil: «Der Anlass ist sehr gut organisiert.
Dazu trägt auch die optimal in die Landschaft eingebettete Schiessanlage bei. Man könnte es nicht besser machen». Er nahm gleich an beiden Wettbewerben teil, am Kantonalen Jagdschiessen und am Eidgenössischen Bläserschiessen.
Der erste Schuss zählt Das Programm des Kantonalen Jagdschiessens, das alle zwei Jahre zur Austragung gelangt und von einer andern Sektion von Revier Jagd Luzern durchgeführt wird, ist auf die Praxis ausgerichtet. Es gibt keine Probeschüsse und dies gibt es auch in der freien Wildbahn nicht. Der erste Schuss muss das angesprochene Tier zur Strecke bringen. Das haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewiesen.
Genau 50 liessen sich mit der Kugel vier Mal eine Zehn schreiben, Distanz 100 Meter auf Rehbock, Überläufer, Gämsbock und den sitzenden Fuchs. Auch das Programm mit Schrot war anspruchsvoll: Tontauben an- und abfliegend sechs Schuss, laufender Hase (dreiteilig) rechts und links je vier Schuss und Rollhase sechs Schuss. Mit 109 Punkten setzten sich Christian Rudin aus Zofingen und der Ettiswiler Pius Vonwyl an die Spitze der Rangliste. Sie verloren je einen Punkt.
Rudin liess beim Hasen von rechts kommend einen Punkt liegen, und Vonwyl kassierte neben drei Zehnern mit der Kugel eine Neun. Er war gleichzeitig verantwortlicher Schützenmeister im OK und wurde mit seinem Resultat kantonaler Jagdschützenmeister. Auf dem dritten Rang folgte der Buttisholzer Benno Kunz als Verantwortlicher für das Schiessen im Verband Revier Jagd Luzern. Überhaupt dominierten die Hinterländer das Geschehen, wie die Rangliste zeigt. Auch die Gruppenrangliste wird von der Jagdgesellschaft Grosswangen-Ost angeführt.
Das 20. Eidgenössische Bläserschiessen
Am Samstagmittag wechselte das Programm. Das Eidgenössische Bläserschiessen begann. Die Wettvorträge Blasen wurden im Garten des Wasserschlosses Wyher ausgetragen. Die Bewertung erfolgte durch die drei Juroren Lars Magnus, Prof. Arnold Heidwolf und Lorenzo Civatti nach den Kriterien Notengerechtigkeit, Rhythmus, Tonreinheit und Gestaltung. «Man hört es nach den ersten vier Tönen bereits, wie der Vortrag zu bewerten ist. Das Niveau der Teilnehmenden ist recht hoch und hat sogar fast Profiqualität », bemerkte Civatti. Die höchsten Wertungspunkte erzielte der Willisauer René Wigger. Mit minimem Abstand folgte Hermann Studer jun., Escholzmatt, der vor zwei Jahren gewonnen hatte. Den dritten Platz belegte der Maienfelder Sascha Wenk.