Internationale Naturschutzorganisation würdigt die Trophäenjagd positiv

· Oktober 11, 2012

Die Kommission für das Überleben der Arten innerhalb der Welt-Naturschutzorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature) hat Richtlinien über die Trophäenjagd verabschiedet. Diese Richtlinien sollen Regierungen und Naturschutzorganisationen in aller Welt helfen, wenn sie neue Vorschriften für die Jagd oder Jagdprogramme entwickeln.

Die Kommission stützt sich auf ein Netzwerk von mehr als 7500 Experten in aller Welt, die ihre Erkenntnisse beisteuern, um eine grösstmögliche Biodiversität zu erhalten. Die Mehrheit dieser Experten ist in über 120 Task Forces, Gruppen für Spezialfragen und Probleme um die Roten Listen zusammengefasst. Dem IUCN gehört auch der CIC (Internationaler Jagdrat zur Erhaltung des Wildes) an.

Schon seit längerer Zeit anerkennt die Naturschutzorganisation IUCN, dass die nachhaltige Nutzung von Wildbeständen durch die Jagd vereinbar sein kann mit deren Erhaltung, weil die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erträge aus der Nutzung für die einheimische Bevölkerung Anreize zum Schutz der Lebensräume schaffen können. Auch die Trophäenjagd wird in diesem Zusammenhang als ein Mittel der nachhaltigen Naturnutzung gesehen. Vorausgesetzt wird natürlich, dass seltene oder bedrohte Arten geschützt werden.

Nun heisst es in dem neuen IUCN-Dokument wörtlich, dass Trophäenjagd «eine Form der Nutzung der Wildtiere darstellt, die für die Erreichung von Erhaltungszielen hilfreich sein kann, wenn sie gut geführt ist – dies, indem sie Einkommen und wirtschaftliche Anreize schafft für die Erhaltung der Arten und lokale Lebensgemeinschaften unterstützt.» Naturschutzorganisationen in aller Welt, die sich manchmal jagdfeindlich äussern, werden diese Positionen angesichts der klaren Vorgabe ihrer Weltorganisation wohl überprüfen müssen.

CIC-Präsident Bernard Lozé begrüsste die Richtlinien der IUCN als Meilenstein auf dem Weg zur nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen. Er dankte der IUCN für deren beständiges Engagement in dieser Sache. «Die in dem Papier niedergelegten Grundsätze stimmen überein mit der Politik und dem Denken des CIC,» sagte Lozé. Er nannte auch zwei Beispiele, bei denen sich diese Grundsätze bereits bestens bewährt haben: die Jagdregelungen in Namibia sowie das Torghar Markhor Hunting Project, die beide mit dem CIC Markhor-Preis ausgezeichnet worden sind.

Volltext der neuen IUCN-Richtlinien finden Sie als PDF hier ->

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