Glarner Hochwildjagd: Herbstjagd auf Rotwild notwendig

· Oktober 2, 2014

Glarner JagdWährend der diesjährigen Hochwildjagd vom 1.–14. September wurden im Kanton Glarus 472 Gämsen (255 Böcke, 159 Geissen, 58 Jährlinge), 106 Rothirsche (53 Stiere, 35 Kühe, 28 Kälber) und 77 Murmeltiere erlegt. Damit sind im Vergleich zum Vorjahr die Jagdstrecken beim Gamswild etwas und beim Rotwild deutlich tiefer ausgefallen. Insgesamt haben 2014 im Kanton Glarus 373 Jäger das Jagdpatent gelöst (Vorjahr 381) und es wurden für die Hochwildjagd 34 Jagdgäste eingeladen, die zusammen 89  Jagdtage bestritten.

Erneut etwas weniger Gämsen erlegt
Jeder Jäger durfte zwei Gämsen erlegen, wovon jedoch maximal ein männliches Tier. Der Gesamtabschuss von 472 Gämsen ist etwas tiefer ausgefallen wie im Vorjahr, als die Jäger 479 Gämsen erlegen konnten. Insgesamt wurden heuer 255 (266) Böcke und 159 (160) Geissen sowie 58 (53) Jährlinge erlegt. Damit wird die leichte Abnahme des Gamsabschusses der letzten Jahre weiter geführt. Da die Frühjahrszählungen jedoch auf gute Gamsbestände hindeuteten, wird sich zeigen, ob die rückläufige Jagdstrecke auf einen tatsächlichen Bestandesrückgang beruht oder eine Folge der Abnahme der verkauften Jagdpatente ist.

Herbstjagd auf Hirsche notwendig
Die Jagd auf das Rotwild verlief gut, auch wenn die Jagdstrecke mit 106 erlegten Tieren deutlich unter der letztjährigen Rekordjagdstrecke von 137 Tieren während der Hochwildjagd lag. Bisher wurden 53 Stiere (Vorjahr 77), 35 Kühe (38) und 18 Kälber (22) erlegt. Es wird auch in diesem Jahr eine Herbstjagd auf das Rotwild notwendig sein mit Schwerpunkt auf der Bejagung des weiblichen und des jungen Rotwildes. Damit sollen die Bestände am Lebensraum in den Wintereinstandgebieten angepasst und so die Schäden am Wald und der Landwirtschaft reduziert werden.

Teilöffnung der Jagdbanngebiete
Um die hohen Rotwildbestände auch in den Jagdbanngebieten zu reduzieren, wurden in diesem Jahr erstmals während der Hochwildjagd Teile der Eidgenössischen Jagdbanngebiete für die Jäger an insgesamt 4 Jagdtagen geöffnet. Sie durften nur die Jagd auf weibliches und junges Rotwild ausüben. Von den 35 Kühen wurden 8 und von den 18 Kälbern deren 4 an diesen Tagen in den Jagdbanngebieten erlegt. Die Jagdbanngebiete werden auch während der Herbstjagd nochmals tageweise geöffnet. Zudem werden wie in den letzten Jahren auch Abschüsse durch die Wildhut und unter dem Einbezug der Jägerschaft in den Jagdbanngebieten vorgenommen.

Bild: Raphael Hegglin

Filed under: News

-->