Erfolgreicher Abschluss der Herbstjagd 2013

· Dezember 20, 2013

2013 wurden 4’465 Hirsche und 2’618 Rehe auf der Bündner Jagd erlegt. Beim Hirsch bedeutet dies den zweithöchsten je erzielten Abschuss. Mit Bezug auf die gegenwärtig hohen Hirschbestände gelingt damit eine Stabilisierung, in einigen Regionen wird gar eine Reduktion des Bestandes angestrebt. Einmal mehr konnten die regional sehr unterschiedlichen Bedürfnisse mit der Sonderjagd im Spätherbst erfüllt werden. 1’554 Jägerinnen und Jäger haben an der Sonderjagd teilgenommen, die höchste Zahl seit Bestehen der Sonderjagd.
Hirsch GR_

Zweithöchste Hirschstrecke

Um die Abschusszahl von 4’465 Hirschen auch nur annähernd zu erreichen, war nach der
Hochjagd im September einmal mehr die Durchführung einer Jagd im Spätherbst notwendig.
Während der Hochjagd im September konnten trotz verschiedener Störaktionen vor Jagdbeginn
und trotz Eingriffen in Teilen von Wildschutzgebieten nur 3‘050 Hirsche erlegt worden.
Der in verschiedenen Regionen unterschiedliche Jagderfolg und die unterschiedlichsten
Verhältnisse in unserem Kanton haben eine zweite Jagdphase auf regionaler Ebene erfordert.
Damit konnten aber auch Probleme mit zuwandernden Hirschen, sei es aus dem
Schweizerischen Nationalpark, aus dem Vorarlberg oder dem Tessin gelöst werden. Die gestaffelte
regionale Durchführung der Sonderjagd hatte zum Ziel, die Differenz zum Abschussplan
in möglichst wenigen Jagdtagen zu erreichen. In zwei Regionen, nämlich Schanfigg
und Puschlav, konnte dieses Ziel in nur zwei Jagdtagen erreicht werden. In anderen
Regionen wurde die Zielsetzung auch nach zehn Jagdtagen noch nicht ganz erreicht, so in
Ardez-Zernez, in Suot Funtauna Merla und in der Mesolcina.
Mit der Herbstjagd soll der noch notwendige Eingriff vorwiegend bei den weiblichen Tieren
erfolgen. Die Steuerung der Grösse bzw. das Reproduktionspotential eines Hirschbestandes
erfolgt nämlich prioritär über den Abschuss weiblicher Tiere.
Insgesamt ist die Zielsetzung fast vollumfänglich erreicht worden. Mit 2‘203 männlichen und
2‘262 weiblichen Tieren ist die Strecke bezüglich des Geschlechterverhältnisses recht ausgeglichen
ausgefallen. Das hat einen positiven Einfluss auf die Reproduktionskapazität im
kommenden Jahr.

Bescheidener Eingriff beim Reh im Spätherbst

Die Rehstrecke in der ersten Phase fiel mit knapp 2‘350 Tieren mässig aus. Trotzdem wurde
in mehr als der Hälfte der Regionen der Abschussplan bereits während der Hochjagd erfüllt.
Von den noch zu erlegenden 300 Tieren wurden während der anschliessenden Herbstjagd
272 Tiere erlegt. Mit Ausnahme von drei Regionen wurden die Abschusspläne erreicht.

Auskunftspersonen:

– Dr. Georg Brosi, Vorsteher Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, Tel. 081 257 38 92, EMail
Georg.Brosi@ajf.gr.ch
– Hannes Jenny, Wildbiologe Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, Tel. 081 257 38 92,
E-Mail Hannes.Jenny@ajf.gr.ch

Gremium: Amt für Jagd und Fischerei
Quelle: dt Amt für Jagd und Fischerei
20.12.2014

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