Die Jäger gehen verantwortungsvoll mit jagdbaren Arten um

· September 17, 2020

Die Gegner des neuen Jagdgesetzes behaupten in ihrer Kampagne, Feldhase, Waldschnepfe, Birkhahn, Schneehase und Schneehuhn würden in der Schweiz wahllos ab-geschossen. Diese Behauptung ist falsch. Jagdliche Eingriffe gibt es nur dort, wo die Bestände es erlauben. Das wird auch mit dem revidierten Jagdgesetz so bleiben.

Gemäss dem Schweizer Jagdgesetz werden in der Schweiz nur Arten gejagt, deren Bestände hoch genug sind. Für die Umsetzung dieser Bestimmung sind die Kantone zuständig. Die Kantone und insbesondere auch die Jäger gehen sehr sorgfältig mit den entsprechenden Wildtierarten um. In vielen Kantonen verzichten die Jäger von sich aus auf die Bejagung der genannten Arten, wenn die Bestände gering sind. Die Jäger und die kantonalen Jagdverwaltungen haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie sehr verantwortungsvoll mit allen jagdbaren Arten umgehen. Dass die Bestände einzelner Arten zurückgehen, hat mit der Jagd nichts zu tun. Die Jagd hat keinen Einfluss auf die Bestände dieser Tiere.

Auch mit dem revidierten Gesetz können die Kantone und der Bund jede Art jederzeit von der Jagd ausnehmen, wenn die Bestände bedroht sind. Anders als in der Kampagne der Gegner des Jagdgesetzes behauptet wird, stimmen wir am 27. September gar nicht über dieses Thema ab. Erstaunlich ist zudem, dass die Gegner des Jagdgesetzes in den letzten 20 Jahren keinen einzigen Vorstoss im nationalen Parlament gemacht haben, um die erwähnten Wildarten von der Jagd auszunehmen. Wenn die Gegner des revidierten Jagdgesetzes nun behaupten, dass es eine verpasste Chance sei, diese Arten von der Bejagung auszunehmen, argumentieren sie unredlich. zudem vergeben sie die Chance, dass der Bund gemäss dem neuen Gesetz gesetzlich verankerte Beiträge für die Aufwertung der Lebensräume der Wildtiere und für den Artenschutz spricht.

In der Schweiz wird eine Regulationsjagd nach wildbiologischen Grundsätzen betrieben. Die damit verbundene Verantwortung für die jagdbaren Arten wollen die Jäger weiterhin mittragen, so, wie sie dies in der Vergangenheit bewiesen haben. Aus diesem Grund stimmen wir Jäger JA zum revidierten Jagdgesetz am 27. September 2020.

Foto: Markus P. Stähli

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