CIC-Delegation in Appenzell herzlich empfangen

· September 24, 2012

Jedes Jahr führt die Schweizer Delegation des CIC (Int. Jagdrat zur Erhaltung des Wildes) mit ihrer «Sortie d’été» einen zweitägigen geselligen Anlass durch, der dem Kennenlernen einer Landesgegend und ihrer jagdlichen Kultur dient. Der neue Präsident George Aman entschied sich dieses Jahr für Appenzell, und eine Rekordzahl von 65 Teilnehmenden kam in den Genuss erlesener und herzlicher Gastfreundschaft.

CIC-Damen erlernen einen völlig neuen Umgang mit Geld. Unter kundiger Anleitung machen sie sich mit dem Talerschwingen vertraut.Entgegen den schlechten Wetter- prognosen hielt sich auch Petrus an die guten Umgangsformen. Mit der begeisterten Hilfe des ortskundigen Cicerone und Jagdfreunds Sepp Gmünder war ein verlockendes Programm vorbereitet worden.

Der Freitagnachmittag gehörte verschiedenen Besichtigungen und Degustationen, u.a. bei der Brauerei Locher («Quöllfrisch»), beim Appenzeller Alpenbitter und im Museum Liner. Nach dem Apéro empfing Regierungsrat Stefan Sutter, flankiert von den Jagdverantwortlichen und den Verbandspräsidenten beider Rhoden, die Gästeschar im Ratssaal mit einem gekonnten historisch-ökologischen Exkurs, der das grosse Verständnis des Magistraten für Wild und Jagd beglaubigte.

Der Jagdschriftsteller Bruno Hespeler vermittelte nicht nur viel Wissenswertes zum Rehwild; er gestaltete seinen halbstündigen Vortrag zu einer eigentlichen Cabaret-Nummer unter dem Motto «Rehe sind auch nur Menschen», die stürmischen Applaus erntete. Der Abend gehörte einem bodenständigen Appenzeller Buffet im Gasthaus Hof, das von Appenzeller Original-Streichmusik gewürzt wurde. In einer amerikanischen Versteigerung kamen verlockende Jagdeinladungen zum Ausruf; die spendable Gästeschar belohnte die Anstrengungen von Präsident George Aman und Auktionator Bernhard Hammer mit Spenden in der Höhe von 6000 Franken.

Diese werden der Aktion Pro Lutra (Wiederansiedlung des Fischotters) zugewendet. Als Ehrengäste waren CICPräsident Bernard Lozé, Generalsekretär Tamas Maghescu und Jagd Schweiz-Präsident Hanspeter Egli zugegen.

Am nächsten Morgen lockte eine Wanderung am Hohen Kasten mit anschliessendem Ausklang im bodenständigen Gasthof Lehmen früh aus den Federn. Beiläufig erfuhren die Teilnehmenden viel Wissenswertes über die Patentjagd im Appenzellerland.

Der CIC-Ausflug ins Appenzellerland brachte alles, was man vom CIC – einer der aktivsten Delegationen in der Weltorganisation – erwarten darf: weidmännisch inspirierte Geselligkeit auf hohem Niveau, verbunden mit tatkräftiger Unterstützung sinnvoller Projekte für Wild und Jagd.

Text: Karl Lüönd

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