Bündner Jagd 2017: Was die Jäger alles bewirken

· September 5, 2017

Der neue Ausstellungswagen wird zum Naturmuseum. Foto: zVg

Der neue Ausstellungswagen wird zum Naturmuseum. Foto: zVg

Der Bündner Kantonale Patentjägerverband (BKPJV) leistet verstärkt Aufklärungsarbeit. Mit verschiedenen Massnahmen wollen die Jäger die Öffentlichkeit vermehrt über ihre Arbeiten neben der Jagd informieren.

Die Bündner Jagd wird jedes Jahr in Frage gestellt. Aber die Jagd kann sich erklären. Denn sie ist eine traditionelle Form der Naturnutzung, die erste überhaupt in der Evolution des Menschen und darum auch hoch emotional für Jäger und für Jagdgegner. Die rund 5’500 gut ausgebildeten, fachkundigen Bündner Jägerinnen und Jäger jagen aber nicht einfach nur. Sie leisten ganzjährig unzählige Stunden an unentgeltlicher Arbeit. Jäger und Jägerinnen richten Ruhezonen ein und unterhalten sie, pflegen Biotope oder beobachten und zählen Wildbestände. Damit erfüllen sie einen wichtigen Beitrag im Dienste der Allgemeinheit für den Erhalt der Biodiversität.

Erklären, informieren, einbinden
Wie wichtig die Arbeiten der Jäger für den Erhalt einer intakten Natur und Tierwelt sind, darüber informiert der BKPJV die Öffentlichkeit verstärkt mit gezielten Massnahmen. Darunter etwa ein Ausstellungswagen, der zum Naturmuseum wird. Mit dem mobilen Auftritt mischen sich die Jäger direkt unters Volk. Im Wagen sind verschiedene in Graubünden wildlebende Tiere abgebildet, die den Besuchern erklären, welche überlebenswichtigen und nutzbringenden Arbeiten die Jäger und Jägerinnen für sie leisten.

Für einen regen Austausch soll auf Jagdbeginn der neue Facebook-Auftritt der Jäger sorgen. Mit diesem Kommunikationskanal suchen sie bewusst den Dialog und die Auseinandersetzung mit dem emotionalen Thema Jagd.

Die Jagd erleben und erlebbar machen, dazu ruft der Fotowettbewerb «Jagd auf die schönsten Bilder» auf. Interessierte werden aufgefordert, Jäger und Jägerinnen zu begleiten und ihre Erlebnisse in der Natur bildhaft festzuhalten. Der Wettbewerb läuft ab sofort bis Ende Jahr. Informationen und Teilnahme unter www.bkpjv.ch/wettbewerb.

Verordnete und geordnete Regulierung des Wildbestandes
Die Schalenwildbestände in Graubünden bewegen sich heute an der oberen Grenze. Zu hohe Bestände übernutzen den angestammten Lebensraum. Aus diesem Grund müssen die Bestände reguliert und auch weibliche und junge Tiere erlegt werden. Die Jäger leisten einen wesentlichen Beitrag zur Regulation der Schalenwildbestände. Die Wildbestände sind im Kanton Graubünden allgemein gut. Daher dürfen und sollen die Wildbestände, wie dies bereits im Zweckartikel des kantonalen Jagdgesetzes festgehalten wird, durch die Bündner Patentjagd angemessen genutzt werden.

Die Bündner Jagd ist streng reglementiert. Ein Jagdpatent kann nur gelöst werden, wenn der amtliche Schiessnachweis vorliegt und damit das gesetzlich festgelegte Mindestresultat erfüllt worden ist. Generell sind die Schweizer sehr fleissig in Schiessübungen – der Kanton Graubünden schneidet überdurchschnittlich ab. Es gibt kaum einen anderen Kanton, in dem so viele Jäger von Mai bis September wöchentlich auf einem der 60 Jagdschiessstände anzutreffen sind wie in Graubünden. Folglich sind die Bündner Jäger auf die Jagd vorbereitet.

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