Bevölkerung anerkennt Nutzen und Leistungen der Jagd

· August 24, 2018

Seit 2012 lässt JagdSchweiz alle zwei Jahre die Einstellung der Schweizer Bevölkerung zur Jagd umfassend untersuchen. Seit Beginn dieser Sondierung konnte festgestellt werden, dass für die grosse Mehrheit die Jagd nachhaltig und tierschutzgerecht durchgeführt wird. Jagd nützt der Artenvielfalt und der Prävention von Schäden in Wald und Feld. Die im Juli 2018 durchgeführte Umfrage bestätigt dieses Meinungsbild ein weiteres Mal.

Die repräsentative Befragung wurde durch die Firma Demoscope AG in Adligenswil durchgeführt. Sie basiert auf 1000 Telefoninterviews in der Deutschschweiz und der Romandie. Befragt wurden 56 % Frauen und 44 % Männer. Ein Viertel der Befragten stammt aus der Westschweiz. 2/3 der Befragten waren Erwerbstätige, wobei 56 % davon in einer Familie mit Kindern leben. Die Einkommensklasse bewegt sich hauptsächlich zwischen fünf- und neuntausend Franken pro Monat. Wichtig bei der Befragung war auch die Verteilung auf den Siedlungsraum. So kamen ¾ der Befragten aus der Stadt oder Agglomeration, und davon haben 94 % eine Schweizer Staatszugehörigkeit.

Jagd schützt engagiert …
Die Resultate sind wiederum sehr deutlich; und gegenüber 2012 kann festgestellt werden, dass sich Negativstimmen von «Stimme überhaupt nicht zu» teilweise in Richtung «Stimme nicht zu» verschoben haben. 75 % stimmen der Aussage zu, dass sich Jäger für die Artenvielfalt in der Natur einsetzen. Lediglich 5 % stimmen dieser Aussage überhaupt nicht zu und 6 % äussern sich nicht dazu. 78 % bestätigen das Engagement der Jägerschaft für die Umwelt und die Lebensräume von Tieren, was gegenüber der ersten Befragung eine Zunahme von 4 % bedeutet. Damit anerkennt die Bevölkerung die vielfältigen Tätigkeiten der Jäger für die Biodiversität weiterhin zunehmend und eindeutig.

… und nützt nachhaltig
Jagd braucht es für die Regulation der Wildtierbestände in unserer Kulturlandschaft. 82 % der Befragten stimmen dieser Aussage zu. Gegenüber 2012 ist diese Meinung sogar noch akzentuierter ausgefallen. 68% unterstützen dann auch – analog der früheren Befragung resp. ganz leicht zunehmend – die Meinung, dass grössere Bestände von Raubtieren wie Bär, Wolf und Luchs ebenfalls reguliert werden sollen. Sowohl die Vermeidung von Schäden als auch die Verhinderung von Tierseuchen werden grossmehrheitlich als Gründe für die Regulation anerkannt. 69 % der Befragten anerkennen Wildbret als wertvolles „Bio-Fleisch“. Ebenfalls 79 % (gegenüber 76 % im Jahr 2012) unterstützen die Aussage, dass in der Schweiz nur erlegt wird, was natürlich nachwächst. Die grosse Mehrheit attestiert der Jagd also klar Nachhaltigkeit.

Jagd ist tierschutzgerecht
82 % (gegenüber 77 % im 2012) der Befragten stellen fest, dass die Jagd in der Schweiz tierschutzgerecht stattfindet. So attestieren auch 90% den 30 000 Jägerinnen und Jägern die Liebe zur Natur und den verantwortungsvollen Umgang mit der Jagdwaffe. Dass Jäger nur aus Lust am Töten und der Trophäe wegen ihrer Aufgabe nachgehen, verneinen dann auch klar 80 % der Befragten.

JagdSchweiz freut sich über das erneut gute Resultat, ist sich aber auch der damit verbundenen Verpflichtung bewusst. Die Befragung zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung den Nutzen und die Leistungen der Jagd anerkennt. Das klare Resultat ist für die Jagdorganisationen, wie aber auch für jede einzelne Jägerin und jeden einzelnen Jäger, ein Auftrag, sich engagiert für eine nachhaltige und tierschutzgerechte Jagd einzusetzen und das Engagement zugunsten der Natur zu fördern und bekanntzumachen.

Die vollständigen Umfrageresultate bzw. das Jagdbarometer 2018 lassen sich hier downloaden.

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