Bartgeier Bernd nach Rekordflug wieder daheim!

· August 27, 2013

BartgeierMit seinem Rekordflug über 3000 Kilometer hat der Schweizer Bartgeier Bernd international für Schlagzeilen gesorgt. Seine beispiellose Odyssee führte ihn über Nürnberg und Prag bis an die Ostsee. Schliesslich wurde der geschwächte Riesenvogel von Ornithologen wieder eingefangen und in Tschechischen Zoos aufgepäppelt. Nun ist Bernd wieder in der Schweiz zurück. In der Nähe von Bad Ragaz konnte die Stiftung Pro Bartgeier gestern den fast 6 Kilogramm schweren WWF-Bartgeier zum zweiten Mal in die Freiheit entlassen.

Der spektakuläre Ausflug von Bartgeier Bernd hat diesen Frühsommer die Experten der Stiftung Pro Bartgeier auf Trab gehalten. Der Jungvogel wurde 2012 Jahr im St.Gallischen Calfeisental ausgewildert. Doch Bernd hat seinen alpinen Lebensraum Ende Mai verlassen. Über Nürnberg und Prag ist der Junggeier bis zur Ostsee geflogen. Seine siebenwöchige Tour, die dank einem Satellitensender verfolgt werden konnte, führte den Bartgeier in die Tschechei, nach Polen und Deutschland. Dann wurde Bernd nahe der tschechischen Grenze in einem Steinbruch von Ornithologen entdeckt. Ein erfahrenes Team aus dem tschechischen Zoo Liberec konnte das geschwächte Jungtier schliesslich einfangen.

In den Alpen profitieren Bartgeier von guter Thermik und finden dank guten Beständen von Steinbock, Gemse und Rothirsch immer ausreichend Aas. Länger andauernde Ausflüge in flache Regionen sind hingegen heikel. Die veterinär-medizinischen Untersuchungen haben dann auch gezeigt, dass Bernd stark ausgehungert war. Warum Bernd seine ursprüngliche Heimat verlassen hat, wissen die Ornithologen der Stiftung Pro Bartgeier nicht. Sie sind einfach froh, dass das Abenteuer des teuren Vogels ein gutes Ende nahm. Im Zoo Prag hat sich der Bartgeier inzwischen wieder gute Reserven angefressen. Nach seinem Rücktransport in die Schweiz hat nun die Stiftung Pro Bartgeier den Ausreisser wieder in heimischen Gefilden beim Eidgenössischen Jagdbanngebiet Graue Hörner freigelassen. Die Experten erwarten, dass Bernd nun in den Alpen bleibt und sich in einigen Jahren hier fortpflanzen wird.

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