Der ZEISS Photography Award startet in die 5. Runde

Der ZEISS Photography Award geht in die fünfte Runde. Die World Photography Organisation und ZEISS rufen ambitionierte Fotografen weltweit dazu auf, ihre Werke unter dem Thema «Seeing Beyond – Discoveries» einer internationalen Experten-Jury zu präsentieren. Bis zum 4. Februar 2020 können sie ihre Fotoserien aus fünf bis zehn Bildern unter www.zeiss.de/photographyaward einreichen.

Das Thema «Seeing Beyond – Discoveries» darf und soll dabei im weitesten Sinne verstanden werden, denn es liegt in der Natur des Menschen, neue Entdeckungen zu machen. Dies kann eine persönliche Enthüllung, ein wissenschaftlicher und technischer Durchbruch oder eine Idee sein, die zu einem sozialen Wandel geführt hat. Wichtig ist, dass die Serie eine starke und klar erkennbare Geschichte erzählt. Alle fotografischen Genres sind willkommen.

Renommierte Jury
Die eingereichten Fotos werden von einer renommierten Jury bewertet, die mit drei internationalen Experten aus der Fotobranche besetzt sein wird. Die Jury beurteilt sowohl die fotografische Qualität als auch die Kreativität der Arbeiten.

Attraktive Preise: ZEISS Objektive im Wert von 12.000 Euro und eine Fotoreise
Am 31. März 2020 wird die Shortlist mit den bis zu 15 besten Arbeiten sowie die Gewinnerserie bekanntgegeben. Auf den Gewinner warten attraktive Preise: ZEISS Foto-Objektive seiner Wahl im Gesamtwert von 12.000 Euro sowie 3.000 Euro Reisebudget für ein Fotoprojekt. Die feierliche Preisverleihung findet am 16. April 2020 im Rahmen der Sony World Photography Awards in London statt. Die Gewinnerfotos und ausgewählte Fotos der Shortlist werden vom 17. April bis 4. Mai 2020 im Somerset House in London ausgestellt.

ZEISS lädt den Gewinner zusätzlich in den Unternehmenshauptsitz in Deutschland ein. Dort bekommt er Einblick in die ZEISS Welt und kann die Objektive von ZEISS ausgiebig testen. Weiterhin bieten ZEISS und die World Photography Organisation dem Gewinner an, individuell mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Foto: Rory Doyle, USA, Gewinner ZEISS Photography Award 2019

Graubünden: Eingriff in den Wolfbestand

Diesen Sommer ereigneten sich am Heinzenberg und im Safiental im Streifgebiet des Beverinrudels mindestens 15 Risse aus Ziegenherden, die durch Herdenschutzmassnahmen geschützt waren. Damit wurde ein Grenzwert überschritten, welcher das Verhalten dieses Wolfsrudels als problematisch klassifiziert. Aufgrund der gesetzlichen Grundlage hat der Kanton Graubünden Schritte zur Regulierung des entsprechenden Wolfsrudels eingeleitet.

Die DNA-Proben haben das männliche Elterntier M92 als Verursacher identifiziert. Bereits im letzten Jahr ist das Tier negativ aufgefallen, als es auf der Stutzalp oberhalb Splügen eine grosse Anzahl Schafe gerissen hat. Nun hat dieser Wolf damit begonnen, Tiere in geschützten Herden zu reissen und dieses Verhalten an seine Nachkommen weiterzugeben.

Bund gibt Vorgehensweise vor 
Gegen Wölfe und Wolfsrudel, die im Vergleich zu anderen Wölfen ein problematisches Verhalten aufzeigen und dadurch einen grossen Schaden trotz getroffener Herdenschutzmassnahmen verursachen, müssen regulatorische Massnahmen ergriffen werden. Die Kantone können mit vorheriger Zustimmung des Bundesamts für Umwelt (BAFU) befristete Massnahmen zur Regulierung von Beständen geschützter Tierarten wie dem Wolf treffen (Art. 4 Abs. 1 JSV). Das BAFU hat den Antrag des Kanton Graubünden gutgeheissen und nun die Zustimmung zum Abschuss von insgesamt vier Wölfen aus dem Beverinrudel unter Schonung der Elterntiere erteilt. Die Bewilligung zur Regulierung des Wolfsbestands beschränkt sich auf das Streifgebiet des Wolfsrudels Beverin. Die Abschüsse haben bis am 31. März 2020 zu erfolgen.

Eingriff durch das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden
Das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden (AJF) hat sich in den vergangenen Wochen auf diesen Eingriff vorbereitet. Die Wildhut wird die entsprechende Regulierung vornehmen. Geplant ist ein zeitnahes Vorgehen. Dies ist nötig, damit die Elterntiere noch von den übrigen Wölfen unterschieden werden können. Je länger zugewartet wird, desto schwieriger wird sich die Identifizierung der einzelnen Wölfe gestalten. Weiter wird versucht die Tiere im Rudelverbund zu erlegen, um eine zusätzliche vergrämende Wirkung zu erzielen. Generell ist zu erwarten, dass sich der Eingriff als schwierig herausstellen wird, da das Rudel mittlerweile äusserst mobil ist und sich jeweils nur für kurze Zeit am selben Ort aufhält.

Prognostizierte Entwicklung hat sich bewahrheitet
Die Modelle zur Entwicklung der Wolfspopulation im Kanton Graubünden, welche durch das AJF nach dem Auftauchen des ersten Rudels am Calanda im Jahr 2012 erstellt wurden, haben sich als richtig herausgestellt. Bereits damals wurden weitere Rudelbildungen prognostiziert. Bis heute konnten in allen Teilen des Kantons Einzelnachweise von Wölfen erbracht werden. Weitere Rudelbildungen sind daher wahrscheinlich. Das AJF ist für das Monitoring und den Schutz des Wolfes verantwortlich. Wenn wie beim Beverinrudel festgestellt wird, dass Wölfe und Wolfsrudel ein problematisches Verhalten zeigen, muss das AJF seine Verantwortung wahrnehmen und einen Eingriff in die Wolfspopulation in Graubünden vornehmen, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

Foto: Markus P. Stähli

Parlamentswahlen 2019: Jäger an die Urne!

 

Parlamentswahlen 2019: Jäger an die Urne!

Für die Wahlen vom 20. Oktober unterstützt JagdSchweiz folgende Kandidaten und die damit verbundene Interessenvertretung für eine nachhaltige Schweizer Jagd im Parlament für den National- und Ständerat:

jagd.ch/jagdpolitik/wahlen2019

Foto: parlament.ch

Abendführung am 26. September: Wie Tiere wohnen

Zum Schutz vor Witterung, für die Aufzucht ihrer Jungen und sogar für den Nahrungserwerb werden unsere Wildtiere zu geschickten Baumeistern. Es wird gepflastert, gegraben, geflochten und geklotzt. An der letzten Abendführung der diesjährigen Schloss-Saison begeben wir uns auf einen spannenden Rundgang durch die Wohnwelten von Igel, Zaunkönig, Hermelin & Co.

In der Stiftung Wildstation Landshut werden kranke, verletzte oder verwaiste einheimische Wildtiere während ihrer Rehabilitation fachgerecht versorgt und artgerecht untergebracht. Nach ihrer Genesung werden die Pfleglinge in einen geeigneten Lebensraum entlassen. Wie sich unsere Wildtiere dort wohnlich einrichten, welche erstaunlichen Baukünste sie dabei erbringen, aber auch, was für Ansprüche sie an eine Unterkunft stellen, erfahren Sie auf der abendlichen Führung durch den «Wildtierfreundlichen Garten» der Wildstation und das im Schloss Landshut beheimatete Schweizer Museum für Wild und Jagd.

Gute Bauqualität, die Wohnlage, Wohnungsnot – auch bei Wildtieren ein Thema
Nicht nur der Biber beweist ungewöhnliche Fertigkeiten, wenn es darum geht, eine sichere und heimelige Unterkunft für sich und seinen Nachwuchs zu erstellen. Viele Vögel sind wahre Könner was Bau und Ausstattung ihrer Nester angeht. Von Ästen, über Moos und Schilf bis hin zu Pferdehaaren und Erde werden die verschiedensten Materialien genutzt. Wer sich auskennt, kann am Nest erkennen, welcher gefiederte Geselle hier tätig war. Selbst kleinste Tiere erweisen sich als gewagte Ingenieure und wahre Stararchitekten! Ihre Konstruktionen haben auch schon Menschen inspiriert und auf neue Ideen gebracht. Doch bei vielen wild lebenden einheimischen Tierarten herrscht immer öfter Wohnungsnot. Weshalb das so ist und was wir tun können, damit sich kleine aber auch grössere Wildtiere im Siedlungsgebiet niederlassen, und dadurch das ökologische Gleichgewicht der Natur stabilisieren, erfahren Sie im «Wildtierfreundlichen Garten» der Wildstation.

Kommen Sie am 26. September 2019 mit auf eine spannende abendliche Reise durch die unterschiedlichsten Behausungen der Schweizer Tierwelt!

Wie Tiere wohnen – Nester, Baue, Höhlen
Abendführung mit Aron Duarte, Tierpfleger EFZ, Fachrichtung Zoo- und Wildtiere, Stiftung Wildstation Landshut
Donnerstag, 26. September 2019 – 18.30 bis ca. 20.15 Uhr – Schloss Landshut / Wildstation Landshut, Utzenstorf
Eintritt Fr. 7.- / 6.- / 1.-, Dauer ca. 1,5 Stunden

Die Abendführung beginnt um 18.30 Uhr. Treffpunkt Schlosshof. Das Schlosscafé öffnet eine halbe Stunde vor Beginn.

Kanton GR: Rehkitzrettung mit Drohnen erfolgreich

In diesem Frühjahr wurden zum ersten Mal grossflächig mit Wärmebildkameras ausgerüstete Drohnen zur Rehkitzrettung eingesetzt. Mit grossem Einsatz der Bündner Jägerschaft und der Landwirte konnten so 448 neugeborenen Rehe gefunden und vor dem möglichen Mähtod gerettet werden.

Von Ende Mai bis anfangs Juli sind 1123 Einsätze geflogen worden. Aufgrund der Erfahrungswerte der Wildhüter und der zuständigen Fachleute der diversen beteiligten Sektionen des Bündner Kantonalen Patenjäger-Verbands (BKPJV) kann davon ausgegangen werden, dass sich der Erfolg beim Auffinden von Rehkitzen vervielfacht hat. Dank des Erfolgs ist nun angedacht, dieses Projekt im Jahr 2020 auf weitere Regionen auszudehnen und entsprechend weitere Drohnen anzuschaffen.

Ausbau nach erfolgreichem Test
Nach den ersten erfolgreichen Versuchen im Sommer 2018 im Unterengadin wurde das Projekt auf weitere Gebiete des Kantons ausgedehnt. Das Amt für Jagd und Fischerei und der Naturpark Beverin haben gemeinsam weitere Technik zur Auffindung der Rehkitze zur Verfügung gestellt. Es wurden 19 Drohnen angeschafft und diese auf die Regionen Prättigau-Herrschaft, Fünf Dörfer, Untere Surselva, Heinzenberg-Domleschg, Schams, Safien, Obervaz-Tiefencastel, UnterengadinMünstertal und Unterengadin-Samnaun verteilt. Für diese sind insgesamt 23 Sektionen des BKPJV zuständig.

Freiwilliger Einsatz der Jägerschaft
Die Drohnenpiloten und deren Helfer rekrutieren sich grossmehrheitlich aus den Sektionen der betroffenen Regionen. 150 Piloten wurden ausgebildet. Je nach Region koordinieren die Sektionen, der zuständige Wildhüter und der entsprechende Landwirt die Einsätze zusammen oder die Sektionen übernehmen dies in Eigenregie. Die Jägerschaft hat dazu eigens einen Pikettdienst eingerichtet. Ohne die Bereitschaft der Jägerinnen und Jäger und die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft wäre das Projekt nicht zu verwirklichen gewesen.

Ergänzung, aber kein Ersatz
Diese Suchmethode mit den Drohnen ist aber weiterhin als Ergänzung zur konventionellen Methoden gedacht, welche nach wie vor Bestand hat. Bei der herkömmlichen Rettung von Rehkitzen suchen die Landwirte und die Jägerschaft gemeinsam die Wiesen und Weiden zu Fuss ab. Dabei wird mit dem Aufstellen von Scheuchen, dem Einsatz von Duftstoffen und dem Suchen mit Menschenketten versucht, die Rehkitze zu finden und zu markieren oder aus dem Feld zu vertreiben. Wegen der guten Tarnung der Tiere werden dabei aber immer wieder Rehkitze übersehen.

Foto: zVg

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