Jägerbiathlon in Ridnaun abgesagt

Nichts wird in diesem Jahr mit der 22. Ausgabe des Jägerbiathlon in Ridnaun.

Aus dem gesamten Alpenraum kommen die teilnehmenden Jäger jedes Jahr angereist, aus Südtirol, Italien, Österreich, Deutschland und der Schweiz, ja sogar in Rumänien ist der Ridnauner Jägerbiathlon ein Begriff. Auch die vor zwei Jahren erstmals eingeführte Ciaspolata fiel auf grosse Zustimmung. Doch die beliebte Sportveranstaltung für Jäger auf internationalem Niveau musste in diesem Jahr coronabedingt abgesagt werden. „Der Jägerbiathlon ist nicht nur eine sportliche Großveranstaltung, sondern vor allem auch ein geselliges Fest im Schnee“, so die Organisatoren vom Jagdrevier Ridnaun. Die Vorbereitungen werden in der Regel bereits Monate vor dem Austragungstermin in Angriff genommen, was heuer nicht möglich gewesen ist. „Deshalb haben wir uns für eine Absage entschieden und hoffen umso mehr auf einen erfolgreichen Jägerbiathlon 2022.“

Beverinrudel: Abschussgesuch abgelehnt

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat das Gesuch des Kantons Graubünden vom 11. September 2020 betreffend Regulierung des Wolfsrudels „Beverin“ abgelehnt. Zu beurteilen waren insbesondere die Risse eines Kalbs auf der Alp Nera am Schamserberg sowie eines Esels auf der Alp Durnan in Andeer. Das BAFU bewertet einzig den Riss des Esels auf der Alp Durnan als Ereignis mit zumutbar geschützten Nutztieren.

Das Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität (DIEM) hat mit Schreiben vom 11. September 2020 sowie Ergänzungsantrag vom 24. September 2020 um Zustimmung des BAFU zur befristeten Regulierung der Wölfe des Beverinrudels ersucht. Grund des Regulierungsantrags waren grosse landwirtschaftliche Schäden, welche die Wölfe dieses Rudels im Sommer 2020 verursacht haben. Ausserdem wies der Kanton darauf hin, dass der bestätigte Riss bei einem Kalb aus einer Mutterkuhherde am 12. August 2020 und der Riss eines Esels auf der Alp Durnan vom 21. September 2020 eine neue Dimension in dieser konfliktbringenden Entwicklung des Wolfsrudels am Beverin darstelle.

Das BAFU bewertet einzig den Riss des Esels auf der Alp Durnan als Ereignis mit zumutbar geschützten Nutztieren. Es bedenkt, dass die Kantone bei der Beurteilung der Anzahl an gerissenen Tieren der Rinder- oder Pferdegattung von der für Schafe und Ziegen festgelegten Mindestzahl in angemessenem Umfang abweichen dürfen. Das BAFU kommt aber zum Schluss, dass ein gerissener Esel noch keinen „grossen Schaden“ gemäss eidgenössischer Jagdgesetzgebung darstelle, welcher die Regulation des Wolfes als geschützte Tierart rechtfertigen würde. Das gerissene Kalb wird vom BAFU aufgrund seines Alters als Weidegeburt beurteilt und deshalb zum Zeitpunkt des Wolfsangriffs als ungeschützt angesehen.

Kanton ist besorgt und bringt sich auf Bundesebene ein
Die zuständigen Behörden des Kantons stellen besorgt fest, dass sich Wölfe auch in Herden von Tieren der Rinder- und Pferdegattung wagen und in diesen auch Tiere reissen. Mit der Regulierung des Wolfsrudels am Beverin im Jahr 2019 hat man sich einen Lerneffekt bei den übriggebliebenen Wölfen des Beverinrudels erhofft. Die Ereignisse im Jahr 2020 zeigen auf, dass der Vergrämungseffekt noch ungenügend war.

Der Kanton nimmt den abschlägigen Entscheid des BAFU zur Kenntnis. Nach seinem Verständnis ist die jetzige Rechtslage in mehreren Punkten noch nicht geklärt. Die mit dem Entscheid des BAFU einhergehende Einschränkung von Abkalbungen auf der Alp widerspricht einer langjährigen landwirtschaftlichen Praxis im Berggebiet. Es wird damit faktisch ein Abkalbungsverbot als zumutbare Herdenschutzmassnahme vorgegeben. Offen ist ausserdem weiterhin, wo die Grenzen bei der Umsetzung eines wirkungsvollen Herdenschutzes anzusetzen sind sowie welche Alpweiden als „schützbare Flächen“ und welche als „nicht schützbare Flächen“ gelten.

Die offenen Fragen müssen mit dem BAFU im Hinblick auf den kommenden Alpsommer 2021 geklärt werden. Der Kanton hat den Bund bereits darauf hingewiesen. Die Motion UREK-NR „Schweizer Wolfspopulation – Geregelte Koexistenz zwischen Menschen, Grossraubtieren und Nutztieren“ betreffend dringliche Massnahmen durch „zeitnahe Anpassungen auf Verordnungsebene“ (20.4340) zielt in die vom Kanton Graubünden geforderte Richtung. Nämlich, dass der Herdenschutz verstärkt wird und die Regelungen zum Abschuss des Wolfes bei schweren Fällen flexibilisiert werden.

Foto: Markus P. Stähli (Symbolbild)

Den eigenen Fuchspelz an der Winterjacke mit 10% Rabatt

Geschwister und Firmengründer von Royal Fox: Fabienne und Simon Gygax tragen Jacken mit Fuchspelzkrägen. Der Pelz stammt von Tieren, die Jäger – nicht wegen des Pelzes – in der Schweiz geschossen haben.

Hast Du einen geliederten Fuchsbalg zu Hause und weisst nicht, was du damit machen sollst? Um ihn zu verkaufen sind die Marktpreise zu unattraktiv, den Balg wegzuwerfen ist dir aber zu schade? Dann haben wir jetzt ein Angebot für Dich.

Durch die Aktion «Dein Fuchs – Deine Jacke» möchten wir den Schweizer Jägerinnen und Jägern die Gelegenheit geben, ihre eigenen Fuchspelze den ganzen Winter hindurch auf sich zu tragen und dabei erst noch modisch gekleidet zu sein. Natürlich ist die Aktion auch ideal geeignet, um jemanden zu beschenken – mit einer ganz individuellen RoyalFox Jacke mit Deinem Fuchspelz.

So funktioniert es:

  • Wähle Deine Jacke in unserem Shop und bestelle sie direkt online unter Verwendung des Gutscheincodes Jägerfuchs. So erhältst Du gleich noch 10% Rabatt auf Deine Winterjacke.
  • Sende uns Deinen geliderten Fuchsbalg per Post an folgende Adresse:
    RoyalFox GmbH, Dreikönigstrasse 7, 8180 Bülach
  • Innerhalb von spätestens 21 Tagen erhältst Du Deine Jacke mit Deiner persönlichen Jagdtrophäe als Pelzbesatz an der Kapuze nach Hause geschickt. Wir verrechnen dir nur den Preis für die Jacke – die Kosten für die Aufbereitung und den Versand übernehmen wir!

Aber was, wenn Dir die Grösse nicht passt? Kein Problem, der Pelzbesatz lässt sich via Druckknopfband problemlos an eine andere Jacke montieren – wir werden Dir kostenlos die Grösse austauschen. Möchtest Du die Jacke zuerst anprobieren, oder hast Du Fragen? Dann schreibe uns jederzeit direkt per Mail an info@royalfox.org. Weitere Informationen: www.royalfox.org

PASSIUN 2021 abgesagt

PASSIUN 2021 abgesagt

Die beliebte, alle zwei Jahre stattfindende Jagdmesse in Chur fällt ebenfalls der Corona-Pandemie zum Opfer.

Das Corona-Virus ist präsenter denn je und verursacht grosse Unsicherheit in der Eventbranche. So auch bei der Organisation der PASSIUN, der Messe für Jäger, Fischer und Schützen. Aufgrund des aktuell vom Bundesrat ausgesprochenen Messeverbotes und der Planungsunsicherheit hat sich die EXPO Chur AG dafür entschieden, die PASSIUN vom 5. vom 7. Februar 2021 abzusagen. Der Entscheid fiel laut Organisatoren nicht leicht. Die Messe steht als Treffpunkt für gleichgesinnte Jäger, Fischer und Schützen und ist beim Publikum sehr beliebt.

Eine Verschiebung der Messe auf einen späteren Zeitpunkt wird noch geprüft.

Fuchsfelle unverkäuflich

Fuchsfelle unverkäuflich

Seit Jahrzehnten kaufen die G. Neuenschwander Söhne AG und die Johann Hofstetter AG von der Jägerschaft Wildfelle für die Wiederverwertung. Nicht so diese Saison. Die Corona-Krise und das Erliegen des Pelzhandels hinterlassen ihre Spuren.

Markus P. Stähli

Rotfuchs-, Marder- und Dachsfelle werden in der Pelzmode weiterverarbeitet, Gams- und Hirschfelle sind in der Lederbranche begehrt. Der Rotfuchsbalg ist das mit Abstand am meisten gehandelte Fell. Leider können die G. Neuenschwander Söhne AG und die Johann Hofstetter AG auf dem Schweizer Markt nur mehr sehr geringe Mengen an Rotfuchsfellen absetzen. Der Verkauf auf den internationalen Märkten ist in den letzten Jahren ebenfalls immer schwieriger geworden. Handelserschwernisse und Überangebote liessen Rotfuchsfelle, ob roh oder zugerichtet, zum Ladenhüter werden. Die Preise fielen stetig, und in den letzten drei Jahren war es laut den Pelzhändlern praktisch unmöglich, Rotfuchsfelle auf den internationalen Märkten abzusetzen. Ihre Lager sind randvoll.

Corona und Pelzhandel
Die weltweit grassierende Corona-Pandemie macht auch vor dem internationalen Pelzhandel nicht halt. Er ist komplett zum Erliegen gekommen. Da auch in nächster Zukunft keine Erholung des Marktes zu erwarten ist, haben die G. Neuenschwander Söhne AG und die Johann Hofstetter AG entschieden, diese Saison keine Rotfuchsfelle zu kaufen. Die Firmen schreiben dazu: «Dieser Entscheid ist uns sehr schwergefallen, da unsere Firmen seit Jahrzehnten für Nachhaltigkeit und Wiederverwertung einheimischer Produkte einstehen. Selbstverständlich bleiben wir am Ball und werden weiterhin grösste Anstrengungen unternehmen, Rotfuchsfelle wieder verkaufen zu können.»

Auswirkungen auf Märkte
Die Corona-Pandemie und der eingebrochene Pelzhandel haben wenig überraschend auch Auswirkungen auf die traditionellen Schweizer Pelzfellmärkte. Bis Redaktionsschluss wurden die Märkte in Thun BE (30. Januar 2021), Glarus (6. Februar 2021), Sursee LU (9. Februar 2021) sowie Dinhard ZH (27. Februar 2021) bereits abgesagt. Weitere werden wohl folgen.

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