Aarau: Jagdhornbläser bildeten sich weiter

· März 26, 2013

Am Samstag, 3. Februar 2013, führte der Verband «Jagdhornbläser Schweiz», im Hinblick auf das Eidgenössische Bläserfest vom 1. Juni 2013 in Brig VS, ein Seminar für Leiter und Stellvertreter von Bläsergruppen durch. Die Teilnehmer konnten Erfahrungen sammeln und von kompetenten Referenten profitieren.

Am Seminar auf dem Kasernenareal Aarau haben 30 Personen teilgenommen. Ziel war es, einen Einblick in die neuen Bewertungskriterien, welche am Eidgenössischen Bläserfest vom 1. Juni in Brig erstmals zur Anwendung gelangen, zu erhalten. Die Beurteilung der Vortragsstücke wird neu nach den Faktoren «Rhythmus/Metrum», «Stimmung /Intonation», «Dynamik/Klangausgleich», «Interpretation» sowie «Gesamteindruck » bewertet. Diesen Kriterien sollen die Leiterin der Festvorbereitung vermehrt Beachtung schenken, was mit Sicherheit zu einer musikalischen Qualitätssteigerung führen wird.

Barbara Züger, Lehrerin für Alexandertechnik an der Musikhochschule Luzern, gab im Einstiegsreferat einen Einblick in die Zusammenhänge von Körper und Musik: «Der Einbezug des ganzen Körpers in das Musizieren, sei dies durch die richtige Atmung oder die Körperhaltung, ist von enormer Wichtigkeit.» Joseph Koller ist Musikpädagoge an diversen Musikschulen in der Innerschweiz und wirkt in verschiedenen Orchestern als Hornist mit. In seinem Referat wurden die Kursteilnehmer in die anwesende Leaderformation der Jagdhornbläser Auerhahn, Luzern, eingebunden. Die Ausführungen, mit dem Fokus auf das Bläserfest in Brig, kamen aus zeitlichen Gründen leider etwas zu kurz.

Am Nachmittag stand das Referat «Üben, aber wie» von Markus Wüest im Zentrum des Interesses. Der Vortragende ist seit mehr als 30 Jahren Soloposaunist am Sinfonieorchester Basel und Professor für Posaune an der Musikhochschule Luzern. Durch seine packende Art und das virtuose Spiel auf seiner Posaune konnte er die Anwesenden in den Bann ziehen. Seine Ausführungen zur Atmungstechnik, in Form von Bauch oder Brustatmung, Ansatz- und Lippentechnik, oder zum Einfluss der Körperhaltung, unter Einbezug des ganzen Körpers, vermochten zu begeistern. Im von ihm geleiteten anschliessenden Gruppenspiel war er selbst sehr überrascht und fasziniert, was man alles aus diesen Hörnern herausholen kann.

Im Abschlussreferat «Probegestaltung und Festvorbereitung» gab der erfahrene Ivan Estermann, Musikpädagoge, Dirigent und Tubist in verschiedenen Bläserformationen, den Seminarteilnehmern einige Tipps und Ratschläge (was man wie tun und sinnigerweise aber auch nicht tun sollte) mit auf den Weg. Das Seminar war für alle lehrreich, jeder konnte Eindrücke und neues Fachwissen mit nach Hause nehmen.

Bildbericht: Hans Estermann

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