Schweizer Bevölkerung anerkennt Nutzen und Leistungen der Jagd

· September 24, 2012

Erstmals wurde die Einstellung der Schweizer Bevölkerung zur Jagd umfassend untersucht. Für die grosse Mehrheit wird die Jagd nachhaltig und tierschutzgerecht durchgeführt. Jagd nützt der Artenvielfalt und der Prävention von Schäden in Wald und Feld. Die Regulation von Grossraubtieren wird klar befürwortet. JagdSchweiz ist erfreut über das Resultat, erachtet es aber auch als Auftrag für die Zukunft.

Zur eigenen Freude und in öffentlichem Auftrag unterwegs: Schweizer Jäger. Sie werden besser verstanden, als sie selber glauben.Ende August führte das angesehene Meinungsforschungsinstitut Demoscope AG im Auftrag von JagdSchweiz eine repräsentative Befragung von 1005 zufällig ausgewählten Personen in der Deutschschweiz und der Romandie durch. Dabei wurden pointierte Meinungen zur Jagd in der Schweiz untersucht. Die Befragten konnten die Aussagen mit «stimme überhaupt nicht zu», «stimme nicht zu, «stimme zu» und «stimme voll und ganz zu» bewerten.

Jagd schützt engagiert…

Die Resultate sind sehr deutlich: 72 Prozent stimmen der Aussage zu, dass sich Jäger für die Artenvielfalt in der Natur einsetzen. 74 Prozent bestätigen das Engagement der Jägerschaft für die Umwelt und die Lebensräume von Tieren. Damit anerkennt die Bevölkerung die vielfältigen Tätigkeiten von Jagdorganisationen für die Biodiversität (260 000 Stunden im Wert von rund 6,5 Millionen Franken im Jahr 2011, konkrete Beispiele siehe auch www.hegepreis.ch).

… und nützt nachhaltig

Jagd ist wesentlich Regulation der Wildtierbestände in unserer Kulturlandschaft. 82 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass es die Jagd zur Regulation braucht. Zwei Drittel unterstützen die Meinung, grössere Bestände von Raubtieren wie Bär, Wolf und Luchs müssten ebenfalls reguliert werden. Sowohl die Vermeidung von Schäden als auch die Verhinderung von Tierseuchen werden als Gründe für die Regulation anerkannt. Zwei Drittel anerkennen Wildbret als wertvolles «Bio-Fleisch».Ebenfalls 82 Prozent unterstützen die Aussage, dass in der Schweiz nur erlegt wird, was natürlich nachwächst. Die grosse Mehrheit attestiert der Jagd also Nachhaltigkeit.

Jagd ist tierschutzgerecht

Fast acht von zehn Befragten (79 Prozent) sind der Meinung, die Jagd finde in der Schweiz tierschutzgerecht statt. Neun von zehn Personen attestieren den 30 000 Jägerinnen und Jägern Liebe zur Natur und verantwortungsvollen Umgang mit der Jagdwaffe. Dass Jäger nur aus Lust am Töten und der Trophäe wegen ihrer Aufgabe nachgehen, lehnen hingegen 77 Prozent der Befragten ab. Die Resultate decken sich im Wesentlichen mit einer Befragung des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) von 2011.

JagdSchweiz: Resultat ist Verpflichtung

Hanspeter Egli, Präsident von JagdSchweiz, ist erfreut über das Resultat: «Die Befragung zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung den Nutzen und die Leistungen der Jagd anerkennt.» Das klare Resultat sei für die Jagdorganisationen auch ein Auftrag: «Wir werden uns weiterhin für eine nachhaltige und tierschutzgerechte Jagd einsetzen und das Engagement der Jägerinnen und Jäger zugunsten der Natur fördern und bekannt machen.»

Umfrage Resultate & Grafiken Download

Filed under: Jagd & Umwelt

Tags:

-->